Alternative Reifengrößen

Eine Größe eingeben und alle Alternativen mit passendem Abrollumfang erhalten – sortiert nach Abweichung.

Ihre aktuelle Reifengröße

Größe eintippen oder aus den Vorschlägen wählen.

Zum Beispiel 205/55 R16 91V. Jede Größe ist möglich, nicht nur die vorgeschlagenen.

Zulässige Abweichung des Abrollumfangs
Größe nicht bekannt? Schritt für Schritt zusammensetzen

Alle drei Zahlen stehen auf der Reifenflanke, zum Beispiel 205/55 R16: die Breite in Millimetern, die Höhe der Flanke in Prozent der Breite und der Felgendurchmesser in Zoll.

Ergibt 205/55 R16

In drei Schritten zur Liste

  1. Aktuelle Größe eintragen

    Die Größe, die heute auf dem Fahrzeug ist. Sie steht auf der Reifenflanke und in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter 15.1.

    Alternative Reifengrößen: das Feld Aktuelle Reifengröße mit der Eingabe 205/55 R16 und der geöffneten Vorschlagsliste.
  2. Toleranz und Filter setzen

    ± 2,5 % ist die übliche Vorgabe. Wer bei den vorhandenen Felgen bleiben will, setzt zusätzlich den Haken bei dieselbe Felgengröße.

    Alternative Reifengrößen: der Segmentschalter mit ± 2,5 Prozent gewählt und die beiden Filterhaken darunter.
  3. Liste durchsehen

    Die Größe mit der kleinsten Abweichung steht oben. Daneben: Durchmesser, Breitenunterschied, Felgenschritt und ob es die Größe im Handel gibt.

    Alternative Reifengrößen: die Ergebnistabelle mit 225/50 R16, 225/45 R17 und weiteren Größen samt Abweichung.

Sie kennen die neue Größe schon? Dann führt der Reifenrechner direkt zum vollständigen Vergleich mit Tachoabweichung.

Alternative Reifengrößen: wie sie entstehen und welche wirklich passt

Eine alternative Reifengröße ist keine beliebige andere Größe, sondern eine ganz bestimmte: eine, die trotz anderer Breite, anderer Flanke und oft anderer Felge dieselbe Strecke pro Radumdrehung zurücklegt. Das klingt nach einer Spielerei mit Zahlen, ist aber die Bedingung dafür, dass Tacho, Kilometerzähler und die Regelsysteme des Fahrzeugs nach dem Wechsel noch stimmen. Dieser Text erklärt, wie solche Paare entstehen, wie der Rechner sie findet und wo seine Antwort aufhört.

Alternative Reifengrößen zu 205/55 R16: 225/50 R16 mit minus 0,1 Prozent, 225/45 R17 mit plus 0,4 Prozent und 195/65 R15 mit plus 0,4 Prozent Abweichung.
Drei Alternativen zu 205/55 R16 – verschiedene Breiten, verschiedene Felgen, praktisch derselbe Abrollumfang.

Was eine Größe zur Alternative macht

Maßgeblich ist allein der Abrollumfang, also die Strecke pro Umdrehung. Er folgt direkt aus dem Außendurchmesser, und der wiederum aus Felgengröße, Breite und Querschnitt. Zwei Größen sind Alternativen, wenn ihre Umfänge nahe beieinander liegen. Wie nahe, entscheidet die gewählte Toleranz.

Alles andere darf sich unterscheiden: 195/65 R15 und 225/45 R17 trennen 30 Millimeter Breite, 25 Millimeter Flankenhöhe und zwei Zoll Felgendurchmesser. Im Umfang trennt sie weniger als ein Zehntelprozent. Für das Fahrzeug sind sie damit austauschbar – für das Auge nicht im Entferntesten.

Gleicher Abrollumfang bei verschiedenen Reifengrößen: 195/65 R15, 205/55 R16 und 225/45 R17 mit Durchmessern von 634,5, 631,9 und 634,3 Millimetern.
Drei sehr verschiedene Reifen, ein gemeinsamer Außendurchmesser von rund 633 Millimetern.

Wie der Rechner sucht

Naheliegend wäre, alle denkbaren Kombinationen aus Breite, Querschnitt und Felge durchzurechnen und die passenden herauszufischen. Der Rechner geht den kürzeren Weg: Zu jeder Kombination aus Breite und Felge lässt sich der Querschnitt ausrechnen, der den Zieldurchmesser exakt trifft. Geprüft werden dann nur noch die zwei bis drei Fünferschritte in dessen Nähe – genormte Querschnitte gibt es schließlich nur in Fünferschritten von 25 bis 85.

Das Ergebnis ist dasselbe wie beim vollständigen Durchrechnen, nur entsteht es in einem Bruchteil der Schritte. Anschließend wird nach dem Betrag der Abweichung sortiert: Die Größe, die dem Original am nächsten kommt, steht oben.

Suchweg des Rechners: aus dem Zieldurchmesser 631,9 mm und der Breite 225 auf einer 17-Zoll-Felge folgt der ideale Querschnitt 44,5, geprüft werden die Stufen 40, 45 und 50.
Statt alles durchzurechnen, wird der ideale Querschnitt bestimmt und nur in seiner Nachbarschaft geprüft.

Plus-Sizing, ein Zoll größer und eine Stufe flacher

Der häufigste Grund für eine andere Reifengröße sind neue Räder. Damit der Durchmesser dabei gleich bleibt, muss die Flanke genau so viel niedriger werden, wie die Felge größer wird. Da ein Zoll 25,4 mm sind und die Flanke doppelt zählt, muss sie je Zoll um rund 12,7 mm sinken.

In der Praxis ergibt das die bekannten Ketten: 195/65 R15 → 205/55 R16 → 225/45 R17 → 225/40 R18. Jeder Schritt bringt einen Zoll mehr Felge, eine Stufe flachere Flanke und meist zehn Millimeter mehr Breite. Keiner dieser Schritte verändert den Abrollumfang um mehr als ein halbes Prozent.

Plus-Sizing in vier Stufen: 195/65 R15, 205/55 R16, 225/45 R17 und 225/40 R18 mit ihren Abweichungen von unter einem halben Prozent.
Vier Stufen Plus-Sizing: die Felge wächst, die Flanke schrumpft, der Umfang bleibt.

Warum breiter nicht automatisch größer heißt

Der Querschnitt ist ein Prozentwert der Breite. Wird der Reifen breiter und die zweite Zahl bleibt stehen, wächst die Flanke mit – der Reifen wird also in beide Richtungen größer. Von 205/55 R16 auf 225/55 R16 sind das 3,5 Prozent mehr Umfang, weit außerhalb jeder Toleranz.

Soll der Reifen nur breiter werden, muss der Querschnitt sinken: 205/55 R16 auf 225/50 R16 bedeutet 20 mm mehr Breite bei 0,1 Prozent weniger Umfang. Genau solche Paare stehen in der Liste ganz oben, wenn der Filter auf dieselbe Felgengröße gesetzt ist.

Welche Toleranz sinnvoll ist

Der Rechner bietet drei Stufen. ± 1,5 % ist die enge Wahl: In diesem Band liegt jede Größe auch nach oben im unbedenklichen Bereich. ± 2,5 % ist die Voreinstellung und entspricht der verbreiteten Werkstattregel von −2,5 % bis +1,5 %. ± 5 % zeigt, was rechnerisch noch in die Nähe kommt – nützlich zum Verstehen, nicht als Empfehlung.

Die Zeile jeder Größe färbt sich, sobald sie außerhalb des üblichen Bereichs von −2,5 % bis +1,5 % liegt. Diese Grenzen sind, das sei wiederholt, keine Rechtsnorm: Warum sie trotzdem sinnvoll sind, steht im Ratgeber zum Reifenrechner.

Toleranzband für alternative Reifengrößen: fünf Alternativen zu 205/55 R16 zwischen minus 1,7 und plus 1,7 Prozent Abweichung.
Fünf gängige Alternativen auf derselben 16-Zoll-Felge, aufgetragen auf dem Toleranzband.

„Im Handel gängig“ – warum diese Spalte nötig ist

Geometrisch passende Kombinationen gibt es viel mehr, als tatsächlich produziert werden. Zu 205/55 R16 rechnen über 150 Kombinationen im 2,5-Prozent-Band auf, darunter Größen wie 125/80 R17, die zwar exakt stimmen, aber niemand herstellt. Die Spalte trennt das Rechnerische vom Kaufbaren, und der Filter darüber ist deshalb voreingestellt.

Die Kennzeichnung stützt sich auf eine Liste der im deutschen Handel geläufigen Pkw-Größen. Sie ist bewusst als das benannt, was sie ist: ein Hinweis auf die Verfügbarkeit, keine Aussage über Zulässigkeit.

Gleiche Felge oder neue Felge?

Ohne Filter sucht der Rechner bis zwei Zoll nach oben und unten – das deckt fast jeden realistischen Radwechsel ab. Wer die vorhandenen Felgen behalten will, setzt den Haken bei dieselbe Felgengröße. Für 205/55 R16 bleiben dann Größen wie 225/50 R16 (−0,1 %), 195/60 R16 (+1,3 %) oder 215/50 R16 (−1,7 %).

Zu bedenken ist dabei die Felgenmaulweite: Jede Reifenbreite braucht eine dazu passende Felgenbreite. Sie steht nicht in der Größenbezeichnung und kann deshalb auch nicht berechnet werden – die zulässigen Bereiche stehen in den Unterlagen von Felge und Reifenhersteller.

Tragfähigkeit und Geschwindigkeit dürfen nicht fallen

Zur Größe gehören zwei Kennzahlen, die nicht an der Bezeichnung, sondern an der Ausführung des einzelnen Reifens hängen: der Tragfähigkeitsindex und der Geschwindigkeitsindex. Beide dürfen den für das Fahrzeug vorgeschriebenen Wert nicht unterschreiten. Ein Reifen mit LI 91 statt 94 trägt 55 kg weniger je Rad – bei vier Rädern über zwei Zentner.

Typische Größenwechsel und ihre Abweichung des Abrollumfangs
vonaufAbweichungim üblichen Bereich
195/65 R15205/55 R16−0,4 %ja
205/55 R16225/45 R17+0,4 %ja
225/45 R17225/40 R18+0,5 %ja
215/60 R16225/50 R17−1,1 %ja
235/55 R18255/45 R19−0,5 %ja
205/60 R16215/55 R17+2,4 %nein

Beim Winterreifen ist schmaler oft die bessere Wahl

Für den Winter lohnt der Blick nach unten in der Liste: ein schmalerer Reifen mit höherer Flanke bei gleichem Durchmesser. Die schmalere Aufstandsfläche erzeugt mehr Flächenpressung im Schnee, die höhere Flanke federt Schlaglöcher besser weg, und günstiger ist die Größe meistens auch. 225/45 R17 im Sommer und 205/55 R16 im Winter ist genau so ein Paar – die beiden trennen 0,4 Prozent.

Mischbereifung: vorn und hinten verschiedene Größen

An vielen Sportwagen und einigen Limousinen sind die Hinterreifen breiter als die vorderen, etwa 245/40 R18 vorn und 275/35 R18 hinten. Für die Suche nach Alternativen ändert das die Aufgabe: Es sind zwei Rechnungen, eine je Achse, und beide müssen für sich stimmen.

Entscheidend ist dabei nicht, dass beide Achsen denselben Abrollumfang haben – das haben sie ab Werk oft ohnehin nicht –, sondern dass sich das Verhältnis zwischen vorn und hinten nicht verschiebt. Fahrzeuge mit Allradantrieb reagieren darauf besonders empfindlich: Ein dauerhaft unterschiedlicher Abrollumfang zwischen den Achsen belastet das Mittendifferenzial oder die Lamellenkupplung, auch wenn geradeaus gefahren wird. Suchen Sie deshalb für jede Achse getrennt eine Alternative mit derselben Abweichung in derselben Richtung – und montieren Sie sie achsweise, nie über Kreuz.

Von der Liste zur Bestellung

Steht eine Größe fest, fehlen noch drei Angaben, die nicht in der Größenbezeichnung stecken und die kein Rechner liefern kann. Erstens der Tragfähigkeitsindex: Er muss mindestens so hoch sein wie der in den Fahrzeugpapieren geforderte. Zweitens der Geschwindigkeitsindex, für den dasselbe gilt, mit der bekannten Ausnahme für Winterreifen, die niedriger ausfallen dürfen, wenn ein entsprechender Hinweis im Sichtfeld des Fahrers angebracht ist. Drittens die Felgenmaulweite, die zur gewählten Reifenbreite passen muss.

Erst wenn diese drei Punkte geklärt sind und die Größe in der Zulassungsbescheinigung Teil I, in der CoC-Bescheinigung oder in einem Gutachten steht, ist die Entscheidung vollständig. Die Liste dieses Rechners beantwortet davon genau eine Frage – die nach dem Abrollumfang. Sie ist die erste Hürde, nicht die letzte.

Was die Liste nicht prüft

  • Die Freigabe. Ob eine Größe gefahren werden darf, steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter 15.1 und 15.2, in der CoC-Bescheinigung unter 32 und 50, oder in einem Gutachten nach § 19 StVZO.
  • Die Freigängigkeit. Ob der Reifen bei vollem Lenkeinschlag und eingefederter Achse frei läuft, zeigt nur die Anprobe.
  • Die Felgenmaulweite. Sie steht nicht in der Größenbezeichnung und lässt sich daraus nicht ableiten.
  • Tragfähigkeit und Geschwindigkeitsindex. Sie hängen am einzelnen Reifen, nicht an der Größe.

Von der Liste zurück zum Vergleich

Steht eine Größe in der engeren Wahl, gehört sie in den Reifenrechner: Dort stehen neben der Abweichung auch Bodenfreiheit, Flankenhöhe und die Tachoabweichung bei 30 bis 130 km/h. Die Prozentzahl muss dabei auf die Nachkommastelle mit der Liste übereinstimmen – beide Werkzeuge greifen auf dieselbe Rechenroutine zu, und der Selbsttest prüft genau das nach.

Häufige Fragen zu alternativen Reifengrößen

Was ist eine alternative Reifengröße?

Eine andere Größenbezeichnung, die praktisch denselben Abrollumfang ergibt wie die bisherige. Weil Tacho, Kilometerzähler, ABS und ESP mit Radumdrehungen rechnen, bleibt bei gleichem Umfang alles am Fahrzeug richtig, obwohl Breite, Flankenhöhe und Felgengröße sich deutlich unterscheiden können.

Welche Toleranz sollte ich wählen?

2,5 Prozent ist die übliche Voreinstellung und entspricht der verbreiteten Werkstattregel. 1,5 Prozent liefert nur Größen, die auch nach oben unbedenklich sind. 5 Prozent zeigt, was theoretisch noch in die Nähe kommt, und ist vor allem zum Verstehen der Zusammenhänge nützlich.

Was bedeutet die Kennzeichnung „im Handel: ja“?

Dass die Größe zu den im deutschen Handel geläufigen Pkw-Größen gehört. Geometrisch passende Kombinationen gibt es weit mehr, als tatsächlich hergestellt werden. Ohne diese Kennzeichnung stünden Größen in der Liste, die zwar exakt rechnen, aber nirgends zu kaufen sind.

Was ist Plus-Sizing?

Der Wechsel auf eine größere Felge bei gleichem Außendurchmesser: Die Felge wächst um einen Zoll, die Flanke wird um eine Stufe flacher, der Reifen oft etwas breiter. 195/65 R15, 205/55 R16 und 225/45 R17 sind das bekannteste Beispiel – sie liegen alle innerhalb eines halben Prozents beieinander.

Darf ich jede Größe aus der Liste fahren?

Nein. Die Liste ist eine reine Rechnung. Zulässig ist eine Größe erst, wenn sie in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter 15.1 oder 15.2 steht, in der CoC-Bescheinigung unter 32 oder 50, oder nach § 19 StVZO eingetragen wurde.

Warum finde ich zu meiner Größe keine Alternative?

Meist, weil die Filter zu eng stehen. Die Beschränkung auf dieselbe Felgengröße und auf gängige Größen zusammen lässt bei ungewöhnlichen Ausgangsgrößen wenig übrig. Eine größere Toleranz oder das Abschalten eines der beiden Filter liefert fast immer Treffer.

Ist eine schmalere Alternative im Winter sinnvoll?

Häufig ja. Ein schmalerer Reifen mit höherer Flanke bei gleichem Durchmesser erzeugt mehr Flächenpressung im Schnee und ist meist günstiger. Der Abrollumfang bleibt gleich, sofern der Querschnitt entsprechend steigt. Genau solche Paare stehen in der Liste weit oben.

Muss der Tragfähigkeitsindex bei einer Alternative gleich bleiben?

Er darf nicht unter den für das Fahrzeug vorgeschriebenen Wert fallen. Nach oben ist er unkritisch. Die Liste bewertet den Index nicht, weil er nicht an der Größe hängt, sondern an der Ausführung des einzelnen Reifens – er steht auf der Flanke hinter der Größenbezeichnung.

Warum stehen Größen mit anderer Felgengröße in der Liste?

Weil ein Felgenwechsel der häufigste Grund für eine andere Reifengröße ist. Die Suche geht bis zwei Zoll nach oben und unten. Wer bei seinen Felgen bleiben will, setzt den Filter „nur dieselbe Felgengröße“, dann bleiben nur Größen übrig, die auf die vorhandenen Räder passen.

Wie genau ist die Angabe der Abweichung?

Sie folgt exakt aus den Größenbezeichnungen und ist auf das Zehntelprozent genau. Sie beschreibt allerdings den geometrischen, unbelasteten Reifen. Der Reifen unter Last federt ein und rollt rund drei Prozent kürzer ab – für den Vergleich zweier Größen kürzt sich dieser Effekt heraus.

Prüft die Liste, ob die Felgenbreite passt?

Nein. Jede Reifenbreite braucht eine dazu passende Felgenmaulweite, und die steht in den Unterlagen von Felge und Reifenhersteller, nicht in der Größenbezeichnung. Die Liste beantwortet nur die Frage nach dem Abrollumfang.

Kann ich das Ergebnis nachprüfen?

Ja, und das ist ausdrücklich vorgesehen. Jede Größe aus der Liste lässt sich im Reifenrechner gegen die Ausgangsgröße stellen. Beide Werkzeuge benutzen dieselbe Rechenroutine und müssen deshalb auf die Nachkommastelle dieselbe Abweichung ausgeben.